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72 Stunden im Ostallgäu mit Freeskier Tobi Müller

16. März 2021

Wenn Tobi Müller nicht gerade auf seinen Ski steht, springt er in Bergseen, geht Wandern und genießt die anderen Vorzüge seiner Heimat. Er nimmt euch mit auf ein Wochenende im malerischen Ostallgäu.

Der Extremsportler ist bei Marktoberdorf im Ostallgäu geboren und aufgewachsen.

Freeskier aus Leidenschaft

Tobi Müller stand mit zwei Jahren das erste Mal auf Ski. Seit 2013 betreibt er den Sport professionell. Beim Freeskiing geht es darum, waghalsige Tricks auf Schanzen und anderen Hindernissen auszuüben. Tobi liebt den facettenreichen Sport vor allem aus zwei Gründen: Das Freeeskiing ist nicht nur auf Wettkämpfe ausgelegt und er kann draußen in der Natur und in den Bergen sein. Seine Naturverbundenheit wird auch an seiner Route durch das Ostallgäu deutlich.

Der 25-Jährige studiert Informatik in München, pendelt aber am Wochenende immer in das Allgäu. Wie nicht anders zu erwarten, wird die Tour mit Tobi ziemlich sportlich. Er nimmt euch mit auf ein verlängertes Wochenende im Ostallgäu – geprägt von großartigen Wanderrouten, gutem Essen und wunderschönen Landschaften.

Was kann man in 72 Stunden im Ostallgäu erleben?

Tobi steht an 160 bis 170 Tagen im Jahr auf seinen Ski.

Freitag

Als Ausgangspunkt für das verlängerte Wochenende im Ostallgäu bietet sich die Stadt Marktoberdorf an. Denen, die nicht mit dem Camper unterwegs sind, empfiehlt Tobi das Hotel Weitblick. Bevor der sportliche Teil des Wochenendes losgeht, könnt ihr es euch erst einmal im Café Muckefuck zum Frühstücken gemütlich machen.

Nach der Stärkung geht es Richtung Füssen in die Berge. Auf der Fahrt kommt ihr am malerischen Forggensee vorbei, in den ihr auch kurz reinspringen könnt. Nach der Abkühlung geht es weiter nach Hohenschwangau. Hier steht das weltberühmte Schloss Neuschwanstein. Laut Tobi muss man das Schloss zumindest von außen schon einmal gesehen haben. Anstatt sich aber ewig anzustellen, um das Schloss zu besichtigen, würde Tobi einfach zur sogenannten Pöllatschlucht spazieren. Von der Marienbrücke, die über die Schlucht führt, habt ihr einen schönen Blick auf das Schloss Neuschwanstein und in die Umgebung.

Auch von außern schön: Tobi empfiehlt euch das Schloss Neuschwanstein lieber nur aus der Ferne zu betrachten, da es immer ziemlich überlaufen ist. (Foto: HaraldTedesco / Pixabay)

Danach wird es sportlicher: In der Pöllatschlucht startet eine der Lieblingswanderrouten von Tobi. Es geht auf den 2047 Meter hohen Säuling. Die Besteigung dauert circa drei bis vier Stunden. Auf dem Gipfel werdet ihr aber von einem malerischen Panorama belohnt – Die Anstrengung lohnt sich also auf jeden Fall.

Nach der Tour könnt ihr zur Abkühlung in den Alpsee direkt beim Schloss Hohenschwarngau springen und anschließend wieder nach Marktoberdorf fahren und dort den Abend, beispielsweise bei einem Bierchen in der Bar KonterKaffee, ruhig ausklingen lassen. Mit dem Camper kann man sich laut Tobi an den Sportplatz Tegelberg stellen, der sich direkt am Alpsee befindet.

Der Alpsee beim Schloss Hohenschwarngau ist nur einer von vielen Seen, in denen ihr euch an dem Wochenende im Ostallgäu abkühlen könnt. (Foto: jplenio / Pixabay)

Diese Tour in fible entdecken

Samstag

Am zweiten Tag des Ostallgäu-Wochenendes würde Tobi erst einmal nach Pfronten fahren. Hier könnt ihr im Café Teeturm gemütlich frühstücken und anschließend zur legendären Hündeleskopfhütte laufen. Bei der ersten rein vegetarischen Berghütte in den Alpen ist nicht nur die Aussicht wahnsinnig gut, sondern auch das Essen. Tobi kann euch nur ans Herz legen, den Kaiserschmarrn und die Käsespätzle zu probieren. Nach dem Essen könnt ihr hier gemütlich in der Sonne verweilen und kleine Wanderungen rund um die Hütte unternehmen.

Nachmittags geht es dann zum Baden an den Schwaltenweiher bei der Gemeinde Seeg. Der See ist nicht so bekannt und deshalb ein echter Geheimtipp. Zum Abendessen empfiehlt Tobi das Gasthaus Schmiedwirt in Seeg. Hier gibt es bürgerliche Küche – laut Tobi sind hier die Salate am besten. Mit dem Camper könnt ihr zum Übernachten direkt am Weiher euer Quartier aufschlagen.

Grüne Wiesen, malerische Bergpanoramen und blaue Seen erwarten euch beim Wochenende im Ostallgäu. (Foto: Chiemsee2016 / Pixabay)

Sonntag

Der letzte Tag mit Tobi im Ostallgäu wird dann wieder ein bisschen sportlicher. Tobi empfiehlt, zur Gemeinde Wertach zu fahren und dort eine Wanderung auf den Sorgschrofen (1635 m) oder auf den Zinken (1613 m) zu starten. Die Gegend liegt an der Grenze zum Tannheimer Tal und gehört zu Tobis Lieblingsorten. Die Gipfelbesteiger*innen werden oben mit einem traumhaften Ausblick belohnt. Perfekt um das Aktiv-Wochenende im Ostallgäu abzuschließen.

Eine Wanderung auf den Sorgschrofen rundet das Wochenende im Ostallgäu ab. (Foto: Hans Braxmeier / Pixabay)

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